Das war das Lager! Wieder einmal viel zu schnell ist es vorbeigegangen. Am Mittwoch (4. August) sind alle Teilnehmer wohlbehalten nach Dülmen zurückgekehrt. Das Nachkommando sorgt nun dafür, dass auch die letzten Ausrüstungsgegenstände inklusive der blauen Säcke gut nach Dülmen zurückkommen.
Erinnerungen an unvergessliche und einzigartige Erlebnisse bringen alle frisch zu Rittern geschlagenen Teilnehmer mit nach Dülmen. Unser Lagerplatz im rheinland-pfälzischen Alf an der Mosel, idyllisch an einem Bach gelegen, bildete 16 Tage lang die Kulisse für ein mittelalterliches Spektakel. Nachdem an den ersten beiden Tagen alle Schlafzelte, die Feuerrunde, das Lagerkreuz und auch die Jurten errichtet waren, traten ab Dienstagabend die ersten Ritter in die Mitte der acht- bis 20-jährigen Lagerteilnehmer. Und die sollten die Anwesenden über verschiedene Stationen zum Ritter machen. Zunächst galt es für die zunächst Pagen genannten Jugendlichen, die Fähigkeiten eines Knappen zu erwerben.
Dazu stieg die gesamte Lagergemeinde am ersten Lagerdonnerstag in einen Bus, der sie ins 30 Kilometer entfernte Manderscheid brachte. Dort umwanderten die Gruppen beim Geländespiel einen atemberaubenden Talkessel, an dessen Hängen viefältige Aufgaben zu bewältigen waren. An sechs Stationen stellten sie ihre Geschicklichkeit, Schnelligkeit und ihr Wissen unter Beweis, bevor sie abends an den zuvor geheim gehaltenen Zielpunkt der Wanderung gelangten: Die Niederburg Manderscheid. Hier übernachteten alle Teilnehmer in Räumen der Burg, von Lagerküche fernversorgt und gut gestärkt.
Wenige Tage später dann der nächste Höhepunkt: Auf dem Lagerplatz gab König André I. der Kluge ein großes Ritterturnier. Abermals waren durch Spiel und Spaß ritterliche Tugenden unter Beweis zu stellen, und beim Grillfest am Abend krönte der Monarch die Teilnehmer dann zu Rittern.
Der den Zeltplatz touchierende „Üßbach” war indes an den ersten heißen Lagertagen begehrter Anlaufpunkt für eine Abkühlung, und auch das zwei Kilometer entfernte Freibad wurde von den Rittern von Zeit zu Zeit in Beschlag genommen.
Einen der beiden Lagergottesdienste mit Pfarrer Peter Nienhaus feierten die Dülmener mit Gästen. Denn auf einem benachbarten Platz hatten Georgspfadfinder aus der Pfalz eine Woche lang ihr Lager aufgeschlagen.
Die zweite Woche stand dann wie immer im Zeichen der Touren. Während es sich die Jüngsten, die acht- bis elfjährigen Wölflinge, sich auf einer Tour bei einer Übernachtung direkt an der Mosel gemütlich machten, brachen Jungpfadfinder und Pfadfinder zu drei- beziehungsweise fünftägigen Wanderungen auf. Sie eroberten unter anderem Koblenz und die Moselorte Traben-Trarbach und Bernkastel-Kues, legten auf dem kurvenreichen Fluss Etappen per Boot zurück oder erklommen den Calmont, Europas steilsten Weinberg. Die 16- bis 20-jährigen Rover unternahmen eine fünftägige Fahrradtour und radelten unter anderem durch Koblenz und Wiesbaden.
Während sich die älteren Teilnehmer am gestrigen Dienstag schon wieder dem Abbau widmeten, fuhren die Wölflinge und Jungpfadfinder noch einmal übers Land – sie besichtigten die Burg Eltz und unternahmen anschließend einen Stadtbummel in Cochem.
An diesem Sonntag feiert der gesamte Stamm seine Rückkehr mit der Gemeinde im um 11 Uhr beginnenden Hochamt in der Heilig-Kreuz-Kirche. Treffpunkt um 10.45 Uhr in Kluft vor der Kirche!
Bilder vom Lager gibt es in naher Zukunft in Bildergalerien auf dieser Homepage!
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