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Gelungene Ironscout-Premiere für “Pure Manpower”

Für sie war am ersten Oktober-Wochenende (1. bis 3. Oktober) kein Weg zu weit – vier Pfadfinder unseres Stammes begaben sich auf einen Haik, der so nur einmal im Jahr irgendwo in Deutschland stattfindet. Und der “Ironscout” hat nicht einfach so einen Teil seines Namens mit dem härtesten Triathlon der Welt gemeinsam. Die eiserne Aufgabe für Jürgen, Thomas R., Vogel und Thilo lautete, 22 Stunden lang durchzuwandern und dabei so manche knifflige Station zu absolvieren. Eben eine Männersache – nur noch eine Nummer größer und natürlich dürfen auch Frauen teilnehmen. Da es die aber bei der DPSG Stamm Heilig Kreuz Dülmen (fast) nicht gibt, traten vier eiserne Jungs unter dem Team-Namen “Pure Manpower Since 1979″ für Dülmen an – in Hauenstein in der Pfalz, denn der dortige DPSG-Stamm war in diesem Jahr Gastgeber der Veranstaltung, die es schon seit 1999 gibt.

Gemütlich ging es am Freitagabend (30. September) nach dem Aufbau der Kohte am Lagerfeuer los, anschließend hieß es: So viele Stunden Schlaf sammeln wie möglich, denn um kurz nach 14 Uhr fiel am Samstag für die Dülmener der Startschuss. Nach und nach erhielten sie die Standorte der einzelnen Stationen. 17 gab es insgesamt, aber die schafft beim “Ironscout” selbst die Sieger nicht. Denn zwischen den Stationen liegen in der Regel rund 10 Kilometer Fußmarsch. Neun Stationen liefen die Jungs von der “Pure Manpower” an, und an allen schnitten sie äußerst gut ab. Und das trotz zwischenzeitlicher Umwege wegen einer relativ grobmaschigen bis schlicht falschen Marschkarte.

Da galt es zum Beispiel, in einem Büro unter Zeitdruck diverse Aufgaben zu absolvieren – darunter das Lackieren eines Fingers, der unterwegs bei allen immer wieder für Lacher sorgte. Da mussten sich Gruppenmitglieder blind durch einen Parcours führen lassen, Schuhe im dunklen Wald aufsammeln oder ein “Lebkuchenhaus” aus Butterkeksen bauen. Auch unsere Nachbarn vom Stamm Selm hatten eine Station aufgebaut – hier mussten die Dülmener einem Knacki beim Ausbruch helfen. Ein Pfadfinder-Förderverein aus Bonn hatte wohl die futuristischste Idee – und ließ die Dülmener an ihrem Stand Rakten abschießen, Laser umlenken und – doch wieder traditionell – Feuer  machen, zwischendurch kamen aber diverse Computer und Funkgeräte zum Einsatz.

Die Nerven lagen nur ganz vereinzelt einmal blank, etwa als sich mitten im tiefsten Herbstwald die Wanderweg-Beschilderung verabschiedete oder als kurz vor dem Zieleinlauf die Sohlen so ziemlich aller mehr als wehtaten. Dennoch: Pünktlich vor Ablauf der 22-Stunden-Frist ging es wieder in Richtung Hauenstein, und überglücklich wurde ein “Siegerfoto” geschossen. Dann war Schlafen angesagt, bevor abends die Party mit Siegerehrung anstand. Hier erfuhren die Teilnehmer von ihrem grandiosen 26. Platz von über 110 teilnehmenden Gruppen. Eine Platzierung, die sich sehen lassen kann. Fand auch Jürgen, der schon 2010 beim Ironscout teilgenommen hatte – damals als Teil des Selmer Teams, und es damals ins wenig ruhmreiche Mittelfeld geschafft hatte.

Beim Siegergetränk zu den Klängen einer Band waren sich alle einig, dass das Projekt Ironscout-Sieg im nächsten Jahr bei der Veranstaltung in Marktredwitz (Bayern) wieder aufgenommen wird. Vielleicht mit dem einen oder anderen Dülmener Teilnehmer mehr!

Übrigens – ob ihr’s glaubt oder nicht: Erste Nachrecherchen am Computer ergaben, dass wohl mehr als 70 Kilometer am Ende in den Beinen der Dülmener steckten. Noch Fragen?

Diskussion

Ein Kommentar for “Gelungene Ironscout-Premiere für “Pure Manpower””

  1. Sauber Männer. Super Aktion!!!
    Herzlichen Glückwunsch zur Platzierung im 1. Viertel!

    Grüße

    Antworten

    Posted by André | Oktober 8, 2011, 20:05

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